Viertausender der Alpen

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  Il Naso (4272 m)  
  Walliser Alpen  
Photo © 4000er.de
GPS-Koordinate 7.835347° ö.L. /45.916952° n.B. (WGS84)  
Normalweg(e) Südflanke  
Schwierigkeit L+
Ausgangspunkt Capanna Gnifetti (3611 m)
Talort Alagna Valsesia (1190 m)
Führer Hochtouren im Wallis  
Hermann Biner

Walliser Alpen  
Michael Waeber

Guide du Valais  
Hermann Biner

Valais Alps East  
Lindsay Griffin
 
Karte(n) SLK 5006
Zusammensetzung Matterhorn-Mischabel
Landeskarte der Schweiz, 1:50000
Beiträge Schneedomspitze/Il Naso, Eigenführung, mein 11. Viertausender (12.07.2011)
Besteigungsbericht

Teilnehmer: Joe

Teil 1: siehe Parrotspitze (4.432m), 11.07.2011
Teil 2: siehe Balmenhorn (4.167m), 11.07.2011
Teil 3: siehe Punta Giordani (4.046m), 12.07.2011
Teil 4: siehe Vincentpyramide (4.215m), 12.07.2011
Teil 5: Schneedomspitze (Il Naso) (4.272m), 12.07.2011
Teil 6: siehe Schwarzhorn (Corno Nero) (4.322m), 14.07.2011
Teil 7: siehe Ludwigshöhe (4.341m), 14.07.2011
Teil 8: siehe Zumsteinspitze (4.563m), 14.07.2011
Teil 9: siehe Signalkuppe (4.554m), 14.07.2011

TEIL 5: SCHNEEDOMSPITZE / IL NASO (4.272m):
3. Tag (12.07.), Gnifettihütte – Punta Giordani – Vincentpyramide – Schneedomspitze – Gnifettihütte:
Für heute war eigentlich nur der Punta Giordani geplant. Wir sind um 04:45 Uhr als 3er Seilschaft von der Gnifettihütte gestartet und schon um 07:30 Uhr auf der Punta Giordani sowie um 09:15 auf der Vincentpyramide. Während Martin und Olli für heute genug haben und zurück zur Gnifettihütte laufen, kreuze ich die Hauptroute von Gnifetti- zur Margheritahütte und gehe allein weiter zur Schneedomspitze/Il Naso (4.272m).
Nach der Querung der Hauptroute muß ich im Gletscherbecken erst einmal etwas absteigen. Ich nehme aber nicht die direkte Linie Richtung Schneedomspitze sondern halte mich immer in Richtung Liskamm, weil sich weiter unten große Spalten zeigen. Am Fuß der Felsen steige ich sehr steil die Schneewand hoch und überwinde den sich dort auftuenden Bergschrund links empor zum breiten Südrücken der Schneedomspitze (4.272m).


Gletscherbecken vor Schneedomspitze mit Südgrat zum Liskamm Ost

Der Südrücken führt in leichter Steigung zum Gipfel, den ich gegen 11:00 Uhr erreiche. Seit dem letzten Schneefall war keiner hier oben, da ich den Gipfel ohne jegliche Fußspuren im Schnee erreiche.


Jungfräulicher Aufstieg zur Schneedomspitze



Südwestgrat zum Liskamm Ost



Blick zurück auf den nun nicht mehr jungfräulichen Gipfel der Schneedomspitze

Diese nicht geplante Extratour hat sich bei bestem Wetter echt gelohnt, Martin und Olli werden es bereuen. Die Aussicht ist phänomenal. Nach Nordwesten sind Castor und Pollux zu sehen, anschließend der komplette Liskamm West und Ost. Im Nordosten der Hauptkamm der Monterosa von Dufour- und Zumsteinspitze, dann Signalkuppe, Parrotspitze, Schwarzhorn, Ludwigshöhe vor Balmenhorn und Vincentpyramide.


Castor, Liskamm West und Ost sowie Schneedomspitze



Links der endende Liskamm, dahinter Dufour- und Zumsteinspitze, dann Signalkuppe, Parrotspitze, Schwarzhorn, Ludwigshöhe vor Balmenhorn und Vincentpyramide

Um 12:00 Uhr bin ich schon wieder auf der Hauptroute zurück Richtung Gnifettihütte.


Wieder auf der Normalroute zur Gnifettihütte

Weiter geht der Bericht mit Teil 6 beim Schwarzhorn / Corno Nero (4.322m).

Beitrag von: Joachim Schreck
21.01.2013
Normalweg von der Capanna Gnifetti (2010-07-09)
Besteigungsbericht

Seit 2009 ist die Schneedomspitze, welche auch Il Naso genannt wird, einer der am leichtesten erreichbaren 4000er geworden. Der Grund liegt in der neu erbauten Seilbahn nach Punta Indren auf 3275m von wo man die Capanna Giovanni Gnifetti (3625m) in weniger als einer Stunde erreicht. Der Normalweg zur Schneedomspitze gilt als einfach (L+), allerdings kann der Weg auch bei Blankeis oder schlechter Sicht schnell schwieriger werden. Von der Hütte wandert man auf dem Lysgletscher in Richtung Lisjoch bis etwa 4000m wo man nach Westen abzweigt und so etwas absteigend in den Kessel unterhalb vom Liskamm-Ostgrat gelangt. Über einen steilen Hang steigt man auf der anderen Seite auf den breiten Schneerücken südlich der Schneedomspitze. Zuletst gelangt man auf dem schönen Südwestgrat zum höchsten Punkt.

Die Gipfelbesteigung stellte uns vor keine Probleme und der kleine Schlussgrat stellte war überraschenderweise der schönste Teil der Tour zur Schneedomspitze. Nach dem Gipfel wollten wir weiter zum Felikjoch (4063m) um von dort den Liskamm West / Lyskamm Occidentale (4479m) zu besteigen. Doch erkannten wir, nachdem wir etwa 100m auf der Westseite der Schneedomspitze abgestiegen waren, dass es hier einige Probleme gab. Erstens müssten wir über 300m Absteigen, zweitens war keine Spur zum Felikjoch sichtbar und ein Eisabbruch schien dort den Weg zu versperren und drittens war der Abstieg (40°) vereist und meine Kollegen hatten noch nicht so viel Erfahrung mit Blankeis. So stiegen wir zurück und machten uns auf den Weg zum Lisjoch um den Liskamm Ost / Lyskamm Orientale (4527m) auf dem Normalweg zu besteigen.


Ein schönes Grätlein leitet auf die Schneedomspitze / Il Naso (4272m).



Meine Bergkollegen Marcel und Alexander erreichen die Schneedomspitze / Il Naso (4272m).



Schneedomspitze / Il Naso (4272m) und Liskamm Ost / Lyskamm Orientale (4527m).

Beitrag von: Andrej Gerber
10.07.2010
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