Viertausender der Alpen

The Fourthousanders of the Alps
my4000ers Home Lists Summits Literature Login


      <<    <        >    >>
  8 User comments add (pictorial) comment/article     11 Photos add single photo  
  Strahlhorn (4190 m)  
  Valais Alps  
Photo © 4000er.de
First Climbed 15.8.1854
Christopher Smyth, Ulrich Lauener, Edmund J. Grenville, Franz-Josef Andenmatten
more details
GPS-Coordinate 7.90214° ö.L. /46.0132° n.B. (WGS84) more details
GPS-Track(s) Strahlhorn - Normalweg  
Strahlhorn - NNO-Rücken, NO-Grat
Britanniahütte
Standard Route(s) West-North-West ridge  
Difficulty PD
Starting Point Britannia Hut (3030 m)
Saas Fee (1803 m)
Guide Book(s) Hochtouren im Wallis  
Hermann Biner

Walliser Alpen  
Michael Waeber

Guide du Valais  
Hermann Biner

Valais Alps East  
Lindsay Griffin
 
Map(s) SLK 5006
Composite Matterhorn-Mischabel
National Map of Switzerland, 1:50000

SLK 1348
Zermatt
National Map of Switzerland, 1:25000
User comments Strahlhorn - via Allalingletscher (17.08.2013)
ascent description

Nach einem kurzen Fußmarsch durch Saas Fee ließen wir uns zunächst zur Bergstation Plattjen (2570m) befördern. Von hier folgt man dem markierten Bergweg, welcher leicht ansteigend erst die Ostflanke des Mittaghorns (3143m) und dann das Meiggertal quert, bis man am Heidefriedhof bei Pt. 2764 ankommt, wo der Ostgrat des Egginer (3367m) beginnt. Dort legten wir eine Pause ein, die Hütte weit oben bereits im Blick.
Sodann verloren wir ein paar Höhenmeter, bevor es schließlich zu den Seelein unterhalb des Chessjengletschers ging. Dessen kümmerliche Reste waren im weichen Schnee rasch durchstiegen und so erreichten wir nach knapp 2,5 Stunden reiner Marschzeit das Tagesziel Britanniahütte (3030m). Nach Einchecken und Zimmerbezug im freundlich geführten, allerdings recht teuren SAC-Domizil, statteten wir als Apéritif dem Klein Allalin (3070m) noch einen Besuch ab, auch um uns einen Überblick des ersten Abschnitts der morgigen Tour zu verschaffen.


Terrasse der Britanniahütte (3030m) mit Blick aufs Klein Allalin (3070m).

Bereits um 2:45 Uhr ertönten die Weckrufe der Hüttencrew; kurz nach 3 versammelte man sich schweigend an den Frühstückstischen um ohne Hektik gegen 4 Uhr an der Britanniahütte (3030m) aufzubrechen. Im Stirnlampenschein folgten wir zunächst dem Pfad zum Hohlaubgletscher hinunter. Noch bevor dieser erreicht war, mussten wir allerdings aufpassen, die Abzweigung gen Süden zu erwischen. Hier erwies sich die vorabendliche Inaugenscheinnahme der Route vom Klein Allalin aus als sehr vorteilhaft: im Gegensatz zur Spur der Allalinhorn-Aspiranten war die unsrige nur ganz schwach ausgeprägt und im Dunkeln kaum zu erkennen. So durchschritten wir den unteren Hohlaubgletscher geradewegs in südsüdwestlicher Richtung und gelangten alsbald zum ausgedehten Geröllfeld zwischen den Gletschern. Ohne große Orientierungsmöglichkeiten ging es in stetem auf und ab über Blöcke und lockeres Geschiebe weiter. Imsengs Spürsinn leitete uns direkt zu einem ersten Steinmann beim Seelein nahe Pt. 2941 von wo aus eine geeignete Stelle zum Übergang auf den Allalingletscher hinauf gesucht und gefunden wurde.
Im weiteren Verlauf wählten wir auf dem unteren Teil des Gletschers eine Route relativ mittig zwischen der Felsinsel (Pt. 3364) und der Flanke des Hohlaubgrates hindurch. Zahlreiche gut sichtbare Spalten umgehend, kamen wir schließlich am "Frühstücksplatz" (ca. 3240m) an, wo kurz pausiert wurde. Hiernach - zunächst etwas flacher, dann erneut leicht ansteigend - zieht sich die Spur mehr oder weniger geradewegs dem nicht näher kommen wollenden Etappenziel entgegen. Im oberen Teil war der Gletscher soweit eingeschneit, sodass Spalten kaum mehr ein Problem darstellten. Satte 5 Stunden waren seit dem Abmarsch an der Britanniahütte vergangen, als wir endlich den Adlerpass (3789m) erreicht hatten.


Blick vom Pausenplatz auf dem Allalingletscher (ca. 3240m) Richtung Adlerpass (3798m)..

Einen weiteren längeren Verpflegungsstopp später galt es nun noch die letzten 400Hm in Angriff zu nehmen, welche nochmals mit einer guten Stunde zu Buche schlugen. Gleich zu Beginn sollte man auf einem schmalen, etwas ausgesetzten Stück besondere Vorsicht walten lassen, um nicht rund 500m hinab auf den Adlergletscher zu purzeln. Anschließend verläuft der leichte Weg nicht mehr auf dem Grat, sondern schlängelt sich durch die Nordwestflanke aufwärts. Kurz vor Schluss schwenkt man auf den Gipfelgrat und gewinnt endlich die obersten Felsen des ansonsten schneebedeckten STRAHLHORNs (4190m). Anstrengend war's, aber es hat sich gelohnt! Die grandiose Aussicht zur gesamten 4000er-Prominenz des Oberwallis und darüber hinaus überwältigt einen.
Zurück im Adlerpass (3789m) diskutieren wir einen alternativen Abstieg unterhalb Pt. 3658 zur Fluchthorn-Nordflanke querend und weiter nordwestlich des Schwarzberggrates entlang zum Gletscherende. Angesichts des schon sehr aufgeweichten Schnees wird die Idee jedoch wieder verworfen. So stapften wir halt in die Senke des Allalingletschers (ca. 3240m) hinunter. Dort angelangt, sollten mit einer Routenwahl möglichst nah an der Wand des Hohlaubgrates die Spaltenzonen umgangen werden, was aber nur bedingt von Erfolg gekrönt war. Ungefähr auf Höhe der Erhebung Pt. 3150 schwenkten wir südwärts und steuerten in einem weiten Linksbogen das Ende des Schwarzberggrates an. Auf dieser letzten Eisetappe zeigte sich der Gletscher erfreulicherweise komplett aper und quasi spaltenfrei.


Im unteren Teil des Allalingletschers gegenüber der Britanniahütte (3030m).

Das Versorgen des Gerödels wurde als weitere Trinkpause genutzt, um frisch gestärkt den kurzen Gegenanstieg auf den Schwarzbergchopf (2868m) anzugehen. Der weitere Abstieg entbehrt eigentlich einer genaueren Beschreibung - der Wanderweg führt gut zu gehen im Zick-Zack zur Schwarzbergalp (2373m) hinunter. Zu guter Letzt gings auf Ratschlag der Hüttenwartin hin querfeldein zum Tunnel am Mattmark-Stausee (2197m), wodurch ich mir leichten Unmut der anderen zuzog, aber dennoch etwas Zeit eingespart werden konnte. Schlussendlich griffen alle erschöpft aber zufrieden am Auto beim Restaurant Mattmark (2200m) in die Kühltasche nach dem redlich verdienten, wenn auch reichlich verspäteten Gipfelbier!

provided by: Wolf Stein
2013/08/30
Strahlhorn, Eigenführung, mein 6. Viertausender (03.07.2011)
ascent description

Teilnehmer: Jogi, Martin, Bernd und Joe
1. Tag (02.07.2011), Fahrgemeinschaft nach Saas Fee – Britanniahütte:
Gemeinsam fahren meine drei Bergfreunde Jogi, Martin, Bernd und ich nach Saas Fee (1.792m) im Wallis in der Schweiz.


Martin, Jogi, Joe und Bernd in Saas Fee

Aufgrund dessen daß wir uns zumindest einigermaßen akklimatisieren wollen, benutzen wir nicht die Seilbahn zum Felskinn (2.989m), sondern fahren mit der Seilbahn von Chalbermatten nach Plattjen („nur“ 2.572m). Von dort wandern wir gemütlich über Wandflue, Heidenfriedhof und Chessjengletscher in knapp 2½h die 458Hm zur Britanniahütte (3.030m).


Britanniahütte hinter dem Chessjengletscher



Blick von der Britanniahütte auf Strahlhorn mit Rimpfisch- und am rechten Rand noch das Allalinhorn, direkt hinter dem Teleskopstock ist der Adlerpass

Östlich der Hütte erhebt sich der sanft ansteigende, pyramidenförmige Hüttengipfel Klein Allalin (3.069m), der über einfaches Blockwerk nach ca. 10 Min. erreicht ist und von welchem man einen schönen Blick auf die Hütte hat.


Blick auf die Britanniahütte vom Hüttengipfel Klein Allalin (3.069m)



Blick Richtung Felskinn



Schweizer Alpen-Hüttenübersichtsplan

2. Tag (03.07.), Britanniahütte - Allalingletscher – Adlerpass – Strahlhorn – Britanniahütte – Felskinn:
Wir werden vom Hüttenwirt um 03:00 Uhr geweckt und nachdem wir gefrühstückt haben, starten wir um 04:15 Uhr unser Vorhaben.


Früher Start zum Gipfelansturm

Von der Britanniahütte steigen wir zuerst 80m ab zum Hohlaubgletscher (2.950m), welcher nach Südwesten traversiert werden sollte, um unter dem Ausläufer des Hohlaubgrates über einen Schneesattel (P.3105) weiter zum Allalingletscher hinab zu gelangen.
Es ist ratsam, diesen Teil am Vortag bei Tageslicht anzuschauen! Als wir unten auf dem Hohlaubgletscher sind, befinden sich schon einige Seilschaften hinter dem Hohlaubgrat auf dem Allalingletscher. Durch deren Stirnlampen werden wir leider in der Dunkelheit irregeleitet, so daß wir zu weit östlich den Hohlaubgletscher überqueren. Dadurch verlieren wir einiges an Zeit, bis wir einen sicheren Weg durch die Spalten finden. Einmal auf dem Allalingletscher geht es gemächlich Bergauf immer an den Felswänden von Allalin- und Rimpfischhorn entlang. Auf ca. 3.240 m umgehen wir einen Felsvorsprung des Allalinhorns und betreten ein Gletscherplateau, von wo aus endlich der Adlerpass sichtbar wird.


Jogi und Joe vor dem Strahlhorn

Gegen 3.400m halten wir uns schräg nach rechts (SW) und nähern uns der Wand des Rimpfischhorns.


Bevor es am Adlerpass steiler wird, bilden wir die Seilschaft. Blick zurück auf den Allalingletscher



Jetzt ist es nicht mehr weit bis zur markanten Felsnase des Adlerpasses



Sonnenaufgang vor Strahlhorn, Adlerpass und Rimpfischhorn

Eine Gletschermulde führt von hier direkt auf den Adlerpass (3.789m). Auf dem dort beginnenden breiten Schneegrat in südöstlicher Richtung zum Punkt 3.954m und über die Schneeflanke zum Gipfel des Strahlhorns (4.190 m). Der Gipfelaufbau besteht aus leicht ersteigbarem Felsen, den wir nach 3½h um 07:45 Uhr erreichen.


Kurz vorm Strahlhorn-Gipfel



Geschafft: Joes 6., Jogis 3. und Bernds 1. 4000er



Jetzt ist auch Martin auf seinem 2. 4000er

Welch ein herrlicher Tag heute mit super Ausblick in alle Richtungen:
1) Nach Süden der komplette östliche Walliser Grenzkamm der Monte Rosa Gruppe von der Signalkuppe (4.554m) mit Capanna Margherita, Zumsteinspitze (4.563m), Dufourspitze (4.634m) und Nordend (4.609m).
2) Im Südwesten der zentrale Walliser Grenzkamm mit Likamm West (4.505m) und Ost (4.527m), Castor (4.228m), Pollux (4.092m), den Breithornkamm mit Schwarzfluh (Roccia Nera, 4.075m), Breithornzwillingen West (4.139m) und Ost (4.106m), Mittel- (4.159m) und Hauptgipfel (4.164m), Dent d´Herens (4.171m) und Matterhorn (4.478m).


Welch ein Ausblick: (vlnr) Signalkuppe mit Capanna Margherita, Zumsteinspitze, Dufourspitze hinter Nordend, Likamm West und Ost, Castor, Pollux, Breithornkamm und Dent d´Herens hinter dem Matterhorn



Matterhorn (4.478m) eingerahmt von Dent d´Herens (li, 4.171m) und Dent Blanche (re, 4.356m)

3) Nach Westen und Norden der Rimpfischhornkamm (4.199m) und das Allallinhorn (4.027m).


Rimpfisch- und Allalinhorn vom Adlerpass, unten der Allalingletscher

4) Nach Nordosten die Weissmiesgruppe mit Laggninhorn (4.010m) und Weissmies (4.023m).

Der Rückweg zurück zur Hütte erfolgt wie der Aufstieg. Im Bereich des Allalinsattels machen wir eine letzte kurze Rast.


Bernd und Martin bei einer Rast auf dem Rückweg mit Blick aufs Rimpfischhorn

Und natürlich müssen wir wieder den steilen Hang vom Gletscher zur Britanniahütte hoch.


Steig zurück vom Gletscher hoch zur Britanniahütte

Bei herrlichstem Sonnenschein zischen wir auf unseren Erfolg auf der Britanniahütte noch ein Bierchen, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Heute machen wir es uns einfach und laufen zur nahe gelegenen Bergstation Felskinn (2.989m), um von dort wieder runter nach Saas Fee befördert zu werden.


Auf dem Weg zum Felskinn: Was das Rudel Bergziegen da wohl zum Futtern hat?

provided by: Joachim Schreck
2013/01/21
Allalinhorn, Alphubel und Strahlhorn in 3 Tagen (Teil III - Strahlhorn) (2011-08-13)
ascent description

Es ist schon einige Zeit her, aber ich möchte nun noch den Tourenbericht Teil III bei unserer 3-tägigen Tour in Saas Fee beschreiben.

Nach der erfolgreichen Besteigung des Allalinhorns sowie des Alpuhubels der vergangenen Tage stand am dritten Tag das Strahlhorn auf unserem Plan.

Das Strahlhorn - 4.190 m - über die Normalroute von der Britanniahütte aus über den Allalingletscher hoch zum Adlerpass.

Wer morgens Touren von der Britanniahütte startet, dem werden unterschiedliche Aufstehzeiten angeboten:

03:15 Strahlhorn
04:15 Allalinhorn über Hohlaubgrat
05:30 Bahnstation Felskin

Wir wollten hoch zum Strahlhorn, aber 03:15 erschien uns recht früh, also schliefen wir länger und standen dann gemeinsam mit den Hohlaubgrat-Begehern auf.

Nach dem Frühstück brachen wir mit Stirnlampen ausgestattet auf, suchten unseren Weg hinunter zum Hohlaubgletscher.

Wir begegneten anderen Seilschaften, welche sich langsam den Weg über den Hohlaubgletscher suchten.

Die Route zum Strahlhorn teilt sich zu anfangs die Route zum Hohlaubgrat. Man quert den Gletscher erst in Richtung Westen, da die großen Spalten bzw der Eisbruch am Fuße des Gletschers umgangen werden muss. Dann auf Höhe von ca. 3.050m biegt man links ab in Richtung SO und überwindet einen ca. 80 m hohen Felsriegel.

Im Dunkeln erkannten wir die Stirnlampen der anderen Seilschaften, welche ebenfalls nach links abbogen und uns zum Felsriegel hinauf folgten. Ich dachte mir noch, es sind scheinbar mehrere auf die Idee gekommen, erst um 04:15 für das Strahlhorn aufzustehen. Nun denn, kurze Zeit später sammelten sich die fremden Seilschaften und bemerkten, dass wir scheinbar nicht zum Allalinhorn hochsteigen wollten.

Man lerne also - folge nie einer Spur wenn Du nicht sicher bist, dass es die richtige ist :-)




Aufstieg im Dunkeln - Stirnlampen auf dem Hohlaubgletscher

Der Felsriegel wird überquert, dann kommt ein mehrere 100 Meter langes Schneefeld und am Ende muss man nun über ein sehr brüchige Geröllfeld hinabsteigen zum Allalingletscher.


Abstieg vom Felsriegel zum Allalingletscher

Der Allalingletscher ist ein sehr langer Gletscher, gleichmäßiger seichter Aufstieg hoch zum Adlerpass. Das untere Stück war recht aper und die meist kleineren Längsrillen waren gut erkennbar.

Das obere 3/4 des Allalingletscher war noch gut mit Schnee und Firn bedeckt.


Sonnenaufgang über dem Allalingletscher



Aufstieg über den Allalingletscher zum Strahlhorn - endlose Weite

Das Strahlhorn ist sicherlich kein anspruchsvoller Berg, wenn man nur das klettertechnische betrachtet. Der Anstieg ist relativ seicht, nur beim Adlerpass wird es etwas steiler.

Dennoch sollte man das Strahlhorn nicht unterschätzen. Vor allem der langgezogene Weg über den Allalingletscher und später die Querung vom Adlerpass über die Westflanke zur Spitze ist sehr ermüdend und anstrengend.


Ein Blick zurück über den Allalingletscher zur Britanniahütte - aufgenommen unterhalb des Adlerpasses

Und so quälen wir uns Schritt für Schritt über das weite Eis, die Sonne scheint bereits kraftvoll am Himmel und wir merken deutlich die letzten ebenfalls sehr anstrengenden Tage in unseren Knochen.

Nach ca. 3 Stunden erreichten wir den Adlerpass und gönnten uns eine kurze Pause.

Von hier aus biegt man nun in Richtung SO ab, dem steileren Kamm in Richtung Strahlhorn folgend.



Westflanke zwischen Strahlhorn und Adlerpass

Nach ca. 150 Hm wird der Anstieg wieder etwas flacher - der Gipfel ist leider immer noch nicht zu sehen. Über ein weites Plateau geht es eine weitere Stunde hinauf zum Gipfel, die letzten Meter werden dabei wieder etwas steiler.




Gipfel Strahlhorn

Eine kleine Verschnaufspause, danach starten wir unseren Abstieg.

Der Abstieg ist - wie ich schon fast erwartet habe, sehr ermüdend. Der Weg erscheint einem endlos lang, das Ende ist kaum in Sicht.

Wenn man doch nun einfach nur Ski dabei hätte?

Bei dieser Besteigung ist bei mir der Gedanke gekommen, auch Skitouren zu begehen. Noch im gleichen Jahr legte ich mir eine Skitourenausrüstung zu und genieße nun das Bergsteigen nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter.

Unsere drei Tage waren sehr gelungen. Das Wetter hat mitgespielt, die Verhältnisse waren optimal und wir konnten jede Tour genießen.

Marc, Petro & Stefan



Zurück auf der Britannia Hütte - Marc und Stefan genießen die letzte Tour

provided by: Stefan Strunk
2012/05/31
Strahlhorn (10.7.2009)
ascent description


provided by: Jan Voracek
2010/12/05
Strahlhorn 4190m (16. April 2007)
ascent description

Um 6 Uhr bin ich von der Britanniahütte gestartet und war zunächst alleine unterwegs. Am Adlerpass hatten mich dann die Gruppen, die ca 15 Minuten nach mir gestartet sind eingeholt, so dass ich den eigentlichen Gipfelanstieg und vor allem den Gipfel selber in Gesellschaft geniessen durfte. Das Wetter war mehr als traumhaft. Die Abfahrt genoss ich wieder ganz alleine. Der Schnee war schon ziemlich zerfahren und feucht. Es war eine herrliche Tour auf meinen 12. 4000er (der 11. Schweizer 4000er) und wieder eine Tour "by fair means" ohne Seilbahnbenutzung. Bilder könnt Ihr auf www.hikr.org sehen.



provided by: Michael Schwarz
2007/04/22
Strahlhorn - an einem Tag (02.08.2006)
ascent description

Das Strahlhorn, ein leichter 4000er mit einer ganz beachtlichen Höhe. Den Weg den wir einschlugen war an einem Tag zu schaffen. Vom Mattmark-Stausee (2200m) gingen wir früh um 5h in Richtung Schwarzbergkopf los. Nach der Traversierung des spaltenreichen Allalingletschers und des einfachen Anstiegs Richtung Adlerpass (zwischen Strahl- und Rimpfitschhorn, 3789m)ging es los in Richtung Gipfel. Anfangs ein leichtes Gratstück, das mich aufgund des starken Windes von Süden fast umzublasen schien, dann kurz über Felsen auf die leichte Schulter (4128m). Dann das letzte Stück steil zum felsigen unproblemaqtischen Gipfel mit dem Kreuz. Ein herlicher Rundblick bis zur Bernina und Mont Blanc überraschte mich. Der Abstieg war ohne weitere Schwierigkeiten, man sollte blos nicht versuchen durch das Spaltengewirr des Allalingletschers abzukürzen, um zum Schwarzbergkopf zurückzukommen.
Leichter Berg, bei guter Kondition an einem Tag locker machbar, ansonsten über Brittanniahütte.

provided by: Martin Siefke
2006/08/03
Normalroute mit Schneeschuhen (Alleingang) (2006-04-14)
ascent description

Route / Schwierigkeitsgrad:

13.4.: Felskinn - Egginerjoch - Brittanniahütte - Kleines Allalin - Britanniahütte 14.4.: Britanniahütte - Hohlaubgletscher - Allalingletscher - Adlerpass - Nordwestgrat - P.3954m - Gipfelplateau - Strahlhorn - gleicher Weg zurück nach Felskinn. Schwierigkeitsgrad G2 (PD-) / Firn 35° / Fels I+.


Strahlhorn (4190m):

Zur Zeit beste Bedingungen (harter Firn / einige Zentimeter Pulver) am Strahlhorn, der Allalingletscher ist zur Zeit noch sehr gut eingeschneit, mit Ski bis 50m unter den Gipfel Aufstieg möglich. Verlauf: Nachdem die Spanier in meinem Zimmer in der ungemütlichen Brittanniahütte erst um 23 Uhr still waren, war ich beim Frühstück dann doch erstaunlicherweise schon fit. Zu meinem Glück waren die meisten langsamer beim Essen und ihren Vorbereitungen, so konnte ich als einer der Ersten von der Hütte aus starten. Gleich zu Beginn kommt für Schneeschuhetourengänger das nervigste Stück, eine querender Abstieg von der Hütte über 90 Höhenmeter hinunter auf den Hohlaubgletscher, ohne Schneeschuhe wäre es einfacher gewesen! Man quert nun in leichtem Auf und Ab den Hohlaubgletscher bis unter den Fels beim P.3144m, hier betretet man den Allalingletscher. Vorsicht auf einige Randspalten, aber dennoch ist der Allalingletscher schon hier unten (2950m) gut eingeschneit. Nun folgt man in sanfter Steigung auf dem Allalingletscher dem Hohlaubgrat (Allalinhorn), immer in der Nähe der Felsen bleibend. Auf 3240m kommt man in ein flaches Gletscherbecken, dieses Gletscherbecken wird überquert in Richtung Adlerpass. Man muss aber zwischen 3320 und 3420m einen Gletscheabbruch unter der beginnenden Rimpfischhorn-Ostwand links umgehen (aber nicht zu weit links, denn da hats auch mehrere offene Spalten). Oberhalb der Bruchzone geht es dann direkt in den Adlerpass (3789m). Die Bedingungen hier waren arktisch, es pfiffen heftige Böen durch den Sattel und Schnee wurde verlagert. Ich lies Rucksack und Schneeschuhe im Sattel und dann ging es direkt in bestem Trittschnee über den NW-Grat. Der Grat ist zuerst steil, dann flacher und führt zum P.3954m. Vom P.3954m beginnt das sanft ansteigende Gifeldach, es führt über hartgefrorenen Firn direkt bis 50m unter den Gipfel (hier Skidepot). Dann geht es wieder steiler die letzen 50 Höhenmeter auf den Grat und weiter in leichter Kletterei (I+) luftig zum höchsten Punkt. Hier hatte ich das Glück dass die anderen Tourengänger im Gipfelbereich langsamer mit ihren Skis waren als ich zu Fuss :-) So sass ich doch 10 Minuten alleine oben, nur der starke Westwind störte ein wenig. Da der Schnee im Absteig vom Adlerpass immer noch hart gefroren war, schnallte ich meine Schneeschuhe auf den Rucksack und stieg so schneller zur Britanniahütte ab :-)


Kleines Allalin (3070m):

Der "Hausberg" der Britanniahütte kann man in 10 Minuten von der Hütte aus erreichen, er ist ein schöner Aussichtspunkt mit Sicht hinunter auf den Mattmark Stausee und nach oben über den Allalingletscher zum Strahlhorn, Rimpfischhorn und Allalinhorn. Leider hatte ich diese Aussicht nicht, denn am Donnerstag (13.4.) war es ziemlich Neblig obwohl schon Sonne angesagt war.



Strahlhorn (4190m) und Rimpfischhorn (4198,9m) werden von den ersten Sonnenstrahlen beleuchtet. Foto von 2960m beim Betreten des Allalingletschers.



Das Strahlhorn (4190m) strahlt! (Foto von etwa 3100m)



Allalinhorn (4027,4m). Foto oberhalb der Spaltenzone auf 3440m.



Rimpfischhorn (4198,9m) und tief unten der Adlerpass (3789m).



Die letzten Meter zum Gipfel :-) Luftig aber leicht (I).



Panorama zum Monte Rosa: Von links nach rechts: Signalkuppe (4554m), Zumsteinspitze (4563m), Nordend (4609m) und dahinter Dufourspitze (4633,9m). Rechts vom Monte Rosa ist der Liskamm (4527m / 4479m), Castor (4223m), Pollux (4092m), Roccia Nera (4075m) und Breithornzwillinge (4106m / 4139m). Vor dem Monte Rosa ist noch die nahe Cima di Jazzi (3803m).

provided by: Andrej Gerber
2006/04/19
NNO-Rücken und NO-Grat (29.8.2001)
ascent description

Interessante Alternative zum Normalweg. Da man auf dieser Route in der Regel allein unterwegs sein wird, hat man die seltene Gelegenheit, seine Route durch die zahlreichen Spalten selber suchen zu müssen (dürfen). Wobei die technischen Schwierigkeiten die des Normalanstiegs kaum übertreffen.
Der SAC-Führer schreibt über diese Route: "Sie ist interessant und zu wenig bekannt."


Strahlhorn vom Allalingletscher

Verlauf: Von der Britanniahütte auf dem Weg hinab zum Hohlaubgletscher. Nun in ziemlich genau südlicher Richtung auf das Hangendgletscherjoch (3306m) und weiter über den NNO-Rücken zum Fluchtpaß (das Fluchthorn kann in wenigen Minuten mitgenommen werden). Über den zerschrundeten Gipfelhang und den anschließenden kurzen Felsgrat zum Gipfel.



am Gipfelgrat

provided by: Thomas Schabacher
2004/03/01
add (pictorial) comment/article
Photos
Strahlhorn im Morgenlicht vom Allalingletscher

provided by: Thomas Woznik
2014/04/18

Strahlhorn Summit - 16.09.2012

provided by: Paul Dash
2012/09/20

3,25 Std.

provided by: Antonin Dandy Blaha
2010/05/24

Strahlhorn vom Hohlaubgrat (Allalinhorn)

provided by: Thomas Woznik
2008/01/02

Kamera zu Hause vergessen? Bilder aufnehmen mit GoogleEarth!

provided by: Vlad Atanasiu
2007/10/07

Blick vom Adlerpass

provided by: Wilfried Röhnert
2007/09/18

August 19, 2004: Francesco Mongelli (on the left) and me near the Adlerpass.

provided by: Fulvio Zuanni
2006/09/17

August 19, 2004: Lorenzo Guerrieri on the summit.

provided by: Fulvio Zuanni
2006/09/17

Strahlhorn vom Allalinglestcher gesehen

provided by: Martin Siefke
2006/08/04

Strahlhorn seen from the Britanniahütte

provided by: Gert Verstraeten
2005/08/11

Das Strahlhorn mit der deutlichen Spur des Normalweges vom Adlerpass.

provided by: Thomas Schabacher
2005/03/13
add single photo
                                                                            

© 2003-2014 Thomas Schabacher, Daniel Roth - All rights reserved.     Imprint